Komplementäre Onkologie

Integrative Onkologie ist ein patientenzentriertes, evidenzinformiertes Gebiet der Krebsbehandlung, das neben konventionellen Krebsbehandlungen auch Mind-Body-Praktiken, Naturprodukte und / oder Änderungen des Lebensstils aus verschiedenen Traditionen nutzt. Die integrative Onkologie zielt darauf ab, die Gesundheit, die Lebensqualität und die klinischen Ergebnisse im gesamten Kontinuum der Krebsbehandlung zu optimieren und die Menschen in die Lage zu versetzen, Krebs vorzubeugen und vor, während und nach der Krebsbehandlung eine aktive Rolle in ihrer Behandlung einzunehmen.

Sinnvolle komplementärmedizinische Maßnahmen:

  • Erkennen und Kompensation relevanter Mangelzustände
  • Minderung von Nebenwirkungen der konventionellen Therapie
  • Verstärkung der Compliance der Patienten
  • Wahrnehmung, Einbindung und Akzeptanz der Lebensstile der Patienten
  • Verbesserung des Ernähungsstatus der Patienten
  • Letalität bei Krebspatienten mit Malnutrition um etwa 30% erhöht
  • Verringerung der Begleitkomplikationen ( z.B. beeinträchtigte Immunkompetent, Wundheilungsstörungen, Fatigue, Depression )

Komplementärmedizin versteht sich in diesem Kontext als ein supportives, möglichst individuell ausgelegtes begleitendes Cluster verschiedener Einzelmaßnahmen, beispielweise aus der Naturheilkunde und der Erfahrungsmedizin…. Sie ist nicht als Alternativmedizin zu sehen. (Holzhauer,P., et al.: Sinnvolle komplementärmedizinische  Maßnahmen in der gyn. Onkologie 49: 805-817 (2016)