Ganzheitliche Therapie bei Schilddrüsenerkrankungen & Nebennierenschwäche

Behandlungsschwerpunkte

  • Hashimoto-Thyreoiditis
  • Nebennierenschwäche

Was ist eine Hashimoto-Thyreoitis?

Die Hashimoto-Thyreoitis zählt zu den Autoimmunerkrankungen.

Die Prävalenz von Autoimmunkrankheiten hat seit den 70iger Jahren deutlich zugenommen. Immer mehr Menschen erkranken an Autoimmunerkrankungen – und es sind deutlich mehr Frauen als Männer. Bei Frauen zu Männern ist das Verhältnis  zwischen 7 und 10:1

Die klassische Hashimoto-Thyreoiditis ist definiert als eine Struma mit lymphozytärer Infiltration und Hypothyreose. Diese Verlaufsform ist in Deutschland sehr selten, viel häufiger ist die atrophische Verlaufsform der Autoimmunthyreoiditis (AIT) mit Hypothyreose.(Gärtner2002)

Ursache ist ein fehlgeleiteter Prozess im Immunsystem. Im Laufe der Erkrankung kommt es zu einer Verkleinerung (Zerstörung der Drüsenzellen), oder seltener zu einer Vergrößerung (Ersatz der Drüsenzellen durch Bindegewebe) der Schilddrüse. In beiden Fällen schwinden hormonproduzierende Zellen, und es kommt zu einer Unterfunktion der Schilddrüse mit weitreichenden Konsequenzen für den Organismus.

Die Erkrankung ist nach dem japanischen Arzt Dr. Hakaru Hashimoto benannt, der sie 1912 zum ersten Mal beschrieben hat. Sie ist  die häufigste Ursache für eine chronische Entzündung und primäre Unterfunktion der Schilddrüse bei ausreichender Jodversorgung.

Die größte  bevölkerungsbasierte Verlaufsstudie zu dieser Erkrankung, die Wickham-Studie, kam zu folgendem Ergebnis:

  • Bei 10 Prozent der Gesamtbevölkerung lassen sich erhöhte Auto-Antikörperwerte im Blut feststellen
  • Bei 7,5 Prozent der Bevölkerung ist zudem der (basale) TSH-Wert erhöht bei normalen Werten der freien Schilddrüsenhormone fT3 und fT4 (subklinische Hypothyreose)
  • 1,9 Prozent der Bevölkerung haben eine manifeste Unterfunktion der Schilddrüse, das heißt der TSH-Wert ist erhöht und die Schilddrüsenhormone fT3 und fT4 sind erniedrigt

Betroffen sind insbesondere berufstätige Frauen zwischen dem 30. und 60. Lebensjahr bzw. 8 Prozent aller Frauen vor und 16 Prozent aller Frauen nach der Menopause. Insgesamt leiden Frauen an einem Hashimoto-Syndrom etwa 10 Mal häufiger als Männer.

Mögliche Ursachen für Hashimoto Symptome:

In Bezug auf die Symptome müssen drei wesentliche  Ursachen unterschieden werden:

  • Direkte Auswirkungen einer Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion)
  • Hormonelle Dysbalancen aufgrund von Störungen in allen Hormonachsen
  • Auswirkungen der Autoimmunreaktion und der chronischen Entzündung ( Dr. Simone Koch )

Symptome der Hypothyreose:

  • Starke Kälteempfindlichkeit und ständiges Frieren
  • Trockene blasse Haut
  • Stumpfes, brüchiges Haar
  • Verlangsamte Reflexe
  • Gedächtnisschwäche
  • Depressive Verstimmung
  • Gewichtszunahme
  • Erhöhter Cholesterinspiegel
  • Muskelschwäche und Muskelsteifigkeit
  • Brüchige Nägel
  • Chronische Verstopfung
  • Libidoverlust
  • Verlangsamter Herzschlag, erniedrigter, selten erhöhter Blutdruck
  • Gewichtszunahme
  • ….. U.v.a.

Symptome der Störung der hormonellen Achsen

  • Innere Unruhe
  • Phasen schwerer Erschöpfung
  • Schlafstörungen
  • Zyklusstörungen, Libidoverlust
  • Stimmungsschwankungen
  • Stressintoleranz
  • Hitzeintoleranz
  • Hautunreinheiten und fettige Haare
  • Unverhältnismäßige Wutausbrüche
  • Reizbarkeit
  • Heißhunger auf Süßes, Salziges und Fettes
  • Blutzuckerdysregulationen
  • Nächtliche Essanfälle
  • Wundheilungsstörungen
  • Muskelverspannungen von Nacken und Schultern
  • …U.v.a.

Symptome der Autoimmunreaktion

  • Herzrhythmusstörungen
  • Gliederschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Infektanfälligkeiten, vor allem gegenüber viralen Infekten
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Chronische Beschwerden des Magen-Darm-Traktes
  • Erschöpfung
  • Präkollaptische Zustände
  • Muskelschwäche
  • Migräne und Kopfschmerzen
  • Hitzegefühl
  • Denkstörungen
  • Konzentratationsstörungen
  • Wortfindungsstörungen
  • …U.v.a.

Was tun ?  Die Therapie

  • ganzheitliche naturheilkundliche Therapie in Ergänzung bei Einnahme von Schilddrüsenhormonen
  • Was muss ich verändern ? Lebensstil hinterfragen.
  • Sport –  wie, wie viel und was ?
  • Gewicht – gesundes Abnehmen
  • Ernährung –  was esse ich, was sollte ich lieber nicht essen ?  Die Frage nach Gluten.
  • Darm –  ganz wichtig ! Ein gesunder Darm spielt eine große Rolle.
  • Nahrungsmittelergänzung – was brauche ich ?

 

 

Was ist eine Nebennierenschwäche?

Die Nebennierenschwäche gehört zu den typischen Zivilisationskrankheiten unserer Zeit. Durch unseren heutigen modernen Lebensstil bekommen die Nebennieren kaum eine  Chance zu regenerieren.  Sie zeigt sich zunächst in Symptomen wie Fatigue und Erschöpfung, die wir alle aus stressigen Lebensphasen kennen und deshalb oft erst einmal übergehen.
Unser Körper reagiert damit in einer Weise, wie es uns seit Urzeiten zugute kommt:  Nur wer bei Gefahr schnell reagiert, hatte eine Chance zu überleben. So überlebenswichtig  dieser Mechanismus ist, so verhängnisvoll wird er, wenn unser Leben nicht wie das unserer Vorfahren nur kurzzeitig aus den Fugen gerät, sondern von Dauerstress bestimmt ist.

Sind wir großem Stress ausgesetzt, so konzentriert sich die Synthese der Hormone der Nebennieren zunehmend auf Cortisol, das für unseren Umgang mit schwierigen Situationen besonders wichtig ist. Hält der Stress an, dann lässt im weiteren Verlauf die Produktion von Cortisol und des Sexualhormons DHEA nach, aber auch anderer Steroidhormone, wie Progesteron, weil die Nebennieren durch die ständige Überlastung zunehmend ermüden. Progesteronmangel ist ein häufiger Co-Faktor bei der Entstehung von Autoimmunthyreopathien wie Hashimoto-Thyreoiditis.

Früher oder später sind die Nebennieren dann erschöpft. Der Cortisolspiegel sinkt und wir bemerken das Problem, indem wir uns den Herausforderungen des Alltags immer weniger gewachsen fühlen.

Die folgenden Symptome sind typisch für eine Nebennierenschwäche:

  • Erschöpfung und Niedergeschlagenheit
  • Dünnhäutigkeit, Herzklopfen und Zittern bei Stress
  • Erhöhte Infektanfälligkeit und verzögerte Wundheilung
  • Konzentrationsschwierigkeiten und verminderte Merkfähigkeit
  • Probleme, zu- oder abzunehmen
  • Niedriger Blutdruck, kalte Hände und trockene Haut
  • Haarausfall
  • Unterzuckerung (Hypoglykämie) und erhöhte Lust auf Süßigkeiten

Diese Symptome können aber auch auf viele andere Krankheiten hinweisen, deshalb ist ein sorgfältiges diagnostisches Vorgehen unerläßlich.